1. Definition: Ein Polynom in den Unbestimmten
heißt symmetrisch,
falls das Polynom invariant bleibt unter jeder beliebigen zyklischen
Vertauschung der Unbestimmten.
2. Beispiel: oder
sind symmetrische Polynome, da Vertauschungen der Rollen von gegen
nichts ändert.
3. Besonders wichtig sind die sogenannten elementarsymmetrischen Polynome
Das Polynom heißt -tes elementarsymmetrisches Polynom.
Die üben gewisse Basisfunktionen im Raum der symmetrischen Polynome aus.
4. Satz: (Hauptsatz über elementarsymmetrische Polynome)
Zu jedem symmetrischen -stelligen Polynom existiert genau ein
Polynom , sodaß ,
.
so erkennt man, daß dieser Ausdruck als führenden Koeffizienten den Term
besitzt, welcher offensichtlich gleich ist.
Also enthält
nur Terme, die lexikographisch vor kommen, man beachte .
ist symmetrisch und man wiederholt das Verfahren,
welches irgendwann abbricht, da es nur endlich viele Terme der Form
() gibt.
Eindeutigkeit: Ist , so ist identisch gleich Null, also
das Nullpolynom.
☐
5. Bemerkung: ist symmetrisch, ist i.d.R. nicht symmetrisch,
wie , oder zeigen;
, .
Die Symmetrie von verlagert sich also in die Symmetrie der Basen der
Polynome.
6. Definition:
Es seien und zwei Polynome.
Dann nennt man die Determinante
die Resultante von und , für
, , .
7. Es sei eine ^{gemeinsame Nullstelle}, also
und .
Dann gilt
Dieses homogene Gleichungssystem hat den nicht-trivialen Lösungsvektor
Daher: falls eine gemeinsame Nullstelle vorliegt, so ist .
Es gilt sogar: wenn , dann liegt eine gemeinsame Nullstelle vor.
8. Lemma: Es sei , wobei
, .
Dann gilt
Beweis: “”: Offensichtlich ist und
mit zwei Polynomen und mit allen
oben gewünschten Eigenschaften.
“”: siehe Rédei, L., Rédei (1967).
☐
9. Satz: Für die Resultante gilt: ,
wobei , .
Beweis: Addiere für die -te Spalte multipliziert
mit zur letzten (-ten) Spalte von , welche zu
wird.
Entwickeln nach der letzten Spalte und dann Ausklammern von bzw. ,
liefert die angegebene Darstellung.
☐
Mit Hilfe des Lemmas folgt, daß genau dann verschwindet, falls und
einen gemeinsamen Faktor besitzen.
10. Satz: Ist und
, , so hat man für die Resultante
die drei Darstellungen